DANIEL HARMS

Küstennebel. Was mit Rotkäppchen begann, führt Daniel Harms in Küstennebel fort. Wieder geht es um Verschmelzung dessen, was auf den ersten Blick schwer zusammenfindet. Auch bei „Küstennebel“ tragen Farbintensität und Bildsprache den Sturm der Gegensätze, der in Harms tobt, kraftvoll nach außen.

Man kann der Botschaft nicht entkommen, kann sich nicht verstecken vor der Erkenntnis, dass helle und dunkle Seiten in 
jedem von uns permanent dabei sind, sich gegenseitig zu unterdrücken. Harms Figuren werfen Fragen auf, wer läutet die Glocke, setzt die Segel? Wird aus Weiß nicht Schwarz, wenn es gilt, das Helle zu verteidigen? Und wo ziehen wir unsere Grenzen, wenn doch das Meer keine Grenzen kennt? Jenseits von Moral?

Die Gegenspieler, die sich in 10 Kapiteln (Tagebuchauszügen) durh zehn Werke ziehen, sind ein idyllischer Küstenort, von Kindheitserinnerungen durchtränkt und auf der anderen Seite Ängste, welche die Idylle zu einem finsteren Ort mutieren lassen. Vielleicht erhellen sie ihn aber auch durch das kindliche Leuchten, das sie dem Gewaltkonstrukt entgegensetzen.

Am Ende gibt es wie immer keinen Sieger. Nur eine Tür zur Symbiose: unsere Verletzlichkeit.

Jeanette Hagen

   

   

Elisabeth - 180x240

 

Der Pakt - 180x240

 

Die Verschwörer - 180x240

  

   

   

Falsches Feuer - 180x240

 

Life and Death - 180x240

 

 

 

   

   

Distance and Meaning - 110x210

 

Transfiction - 110x210

 

Isolation - 110x210

 

   

   

Concubine - 110x210

 

Murderotica - 110x210